TEMPO 1957

Horst Giese und Jürgen Peters arbeiten an der Gestaltung der PENTI I, einer Kleinbildkamera in Rahmenbauweise aus dem Kamerawerk Welta Freital
Manfred Claus gestaltet als Studienarbeit den Diaprojektor ASPECTAR 150, vom VEB Pentacon Dresden ab 1960 und bis 1984 produziert
Franz Ehrlich schafft mit dem Klub der Kulturschaffenden J. R. Becher Berlin ein offenes Raumkonzept mit eigenen Möbelentwürfen
Mit dem Tonbandgerät KB 100 entsteht das erste unter Mitwirkung eines Gestalters (Albert Buske) gefertigte Tonbandgerät; ausgezeichnet mit “Gute Form”. Albert Buske hatte während seines Studiums am Bauhaus Dessau dem Studentenrat angehört
Der Armlehnsessel 53693 wird von Selman Selmanagic als Bestandteil einer Möbelserie für Wohn- und Schlafzimmer entworfen und von den Deutschen Werkstätten Hellerau 250000 mal produziert
Mit den von Jürgen Peters und Horst Giese gestalteten Fernsehgeräten “Alex” und “Weißensee” werden weltweit erstmals mit Kunststoff ummantelte Geräte hergestellt
Erstmalig vergibt das Institut für angewandte Kunst die Urkunde für vorbildlich gestaltete Industrieprodukte mit der Plakette "gut geformt"
Das Signet für Sachsenring Trabant stammt von dem Grafiker Herbert Prüget (der auch die Zeichen der Konsumgenossenschaften und von CENTRUM entwirft)
Gustav Urbschat wird bis 1961 neuer Rektor der Kunsthochschule Berlin
Max Bärthel konstruiert im VEB Mechanik GROMA die Schreibmaschine "Combina"
An der Burg Giebichenstein Halle gründet sich die Abteilung technische Formgestaltung bzw. das Institut für Entwurf und Entwicklung. Unter Günter Reißmanns Leitung beginnt eine zunehmend erfolgreiche Arbeit für die Industrie
Hans Merz gestaltet sein MELADUR-Campinggeschirr
Umbenennung des "Institutes für Bekleidungkultur" in "Deutsches Modeinstitut"
Da hat das Engagement von Wieland Herzfelde Erfolg und da gibt es endlich eine umfangreiche John-Heartfield-Ausstellung an der Akademie der Künste
Das Porzellanwerk Colditz stellt seine Produktion von Steingut auf Porzellan um
Leistungspräsentation des Institutes für Innengestaltung Weimar in Darmstadt und Teilnahme an der XI. Triennale Mailand
Chefarchitekt und Leiter des Aufbaubüros für Hoyerswerda wird Richard Paulick, der Ende der 20er Jahre im Büro von Walter Gropius arbeitete. Dort Bau des ersten Plattenwerkes mit einer Kapazität von 700 Wohnungen pro Jahr
Der erste Doppelstock-Gliederzug des Görlitzer Waggonbaus tritt seine Jungfernfahrt an
Erich Pansold, der mit Otti Berger in den 20er Jahren die erste industriell umgesetzte Kollektion von Vorhangstoffen des Bauhauses erarbeitet hatte, entwickelt den im VEB Gardinenwerke Zwickau hergestellten  Dekostoff "Noppe". Grundbindungen dazu entstanden bereits in den ersten Nachkriegsjahren und wurden ständig weiterentwickelt. Eine Million qm davon gehen in den Export. 1980 wird sein Schaffen mit dem Designpreis der DDR geehrt werden (Q.: KIH 1980)
Ausstellung Werbegrafik des VBKD Leipzig im Grassimuseum (Plakat: G. Brose)
Die "Neue Werbung" bewirbt für 1958 das Erscheinen des zweiten Jahrbuchs der "Form und Zweck"
Sog und Brandung bricht ein ungeheurer Wille, Kubas Worten und später dann Orangen einen Hafen zu geben

 1956 1958