TEMPO 1973

Erste realisierte komplexe Stadtausstattung anlässlich der X. Weltfestspiele in Berlin u.a. mit neuen Piktogrammen von Klaus Wittkugel, Cafe-Pavillons Alexanderplatz Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Signet (r.) Axel Bertram
Im Institut für Fördertechnik wird die Abteilung Produktgestaltung gebildet, die in der Folge für die einheitliche Gestaltung der TAKRAF-Erzeugnisse sorgt (Wortmarke von Gerd Hämsch 1975)
Das Wohnungsbauprogramm wird beschlossen. In Neubrandenburg Fertigstellung des ersten regulären Wohnblocks vom Typ WBS 70; seit 1969 von den Architekten J. Felz und W. Stallknecht entwickelt, um preiswerter und variantenreicher bauen zu können
Abbruch der Entwicklung des Einheitsfahrzeugs P 760, welches Trabant, Wartburg und Skoda ersetzen sollte. Seit 1971 wurden von K. C. Dietel und L. Rudolph mehrere Karosserievarianten erarbeitet, Eberhard Heinig beteiligte sich an der Endvariante (Foto: Werksfoto)
Statt raumbildender werden von der Industrie zunehmend raumfüllende Möbel produziert - Stauraum wird so mit einer Tendenz zur Monotonie erkauft
Die Regiegruppe AKA ELECTRIC (Hopf, Koch, Schulze, Wiesenhütter, Garbe, Fischer, Boos) der DEWAG WERBUNG Leipzig II veröffentlicht die verbindliche Gestaltungsrichtlinie für den Warenzeichenverband Elektrogeräte
Mit einem neuen Sortiment von Suppina-Fertigsuppen erfolgt gleichzeitig die Einführung eines neuen graphischen Auftritts aller Verpackungen für Fertiggerichte, Diese Packungsgestaltung wird länger als 40 Jahre im Handel zu finden sein
Karl Clauss Dietel beginnt in der “form+zweck” die Diskussion zur Gebrauchspatina, die die Spuren des Gebrauchs und das Gestalten dafür als wertsteigernd und nicht als moralischen Verschleiß postuliert. Objekte, nach dem “offenen Prinzip” konzipiert, sollen künstlichen Verschleiß des Gesamtproduktes durch Austausch von Teilen des Objektes mit kürzerer Nutzungsdauer verhindern
Erste Großspielgeräte für den Innenraum werden für die Poliklinik Berlin-Prenzlauer Berg entwickelt
Fertigstellung des Leipziger und Jenaer Universitätshochhauses, das als Buch- bzw. Fernrohrzeichen zu deuten ist (H. Henselmann)
Aufbau der Gestaltergruppe im VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinen
Der Auftrag zur Gestaltung eines Rollstuhls für Behinderte wird an der Hochschule für industrielle Gestaltung erstmals erteilt, weitere in Halle und Berlin folgen
Für die Staatliche Porzellanmanufaktur Meissen arbeiten nach umfangreichem Naturstudium Rudi Stolle, Peter Strang, Heinz Werner und Ludwig Zepner am Service "Großer Ausschnitt" (r.: Prospekt VVB Glas Keramik 1978)
Heinz Hirdina übernimmt bis 1980 die Chefredaktion der "form+zweck"
In den RFT-Filialen wird das "Stern Automatic" beworben
Fertigstellung der 1969 begonnenen Fernsehturm-Umbauung in Berlin, verantwortliche Architekten waren Heinz Aust und Walter Herzog
Ausstellung der schönsten Bücher der Welt iba 73 (Grafik: G. Wunderlich)
Nach seinem Studium an der Burg Giebichenstein beginnt Wolfgang Schneider seine Tätigkeit als Gestalter beim VEB robotron Büromaschinenwerk Sömmerda, die bis 1991 dauern und dem Betrieb etliche Designauszeichnungen einbringen wird
Rudolf Horn und andere präsentieren die Ausstattung eines Experimentalbaues in Dresden unter dem Thema "Variables Wohnen"
E. Geißler und J. Drechsler entwickeln ein Leuchtenprogramm für Fußgängerzonen. Es besteht aus nur 4 Baugruppen, die durch zusätzliche Komplettierungselemente äußerste Variabilität bieten
Die VVW CENTRUM beginnt mit der Einführung einheitlicher Piktogramme, die auch international getestet werden
"Die Legende von Paul und Paula" feiert im KOSMOS Premiere (Plakat DEFA/Progress)
Gestaltungsarbeit am O611 für Robur durch K.C. Dietel/L. Rudolph
VII. Kunstausstelung der DDR in Dresden
Im Kinderbuchverlag Berlin begründet Thomas Schleusing, Schüler von Klemke, Mohr und Wittkugel, die Reihe "Liliput", für die er etliche Ideen und Zeichnungen liefert sowie auch selbst Texte schreibt
Martin Wetzel, ehemaliger Schüler von Weidanz, löst Gertraud Möhwald in der Leitung des Fachbereiches Keramik an der Burg Giebichenstein ab und wird den Bereich der Baukeramik wieder in die Ausbildung aufnehmen

 1972 1974