TEMPO 1953

Die Kleinbildkamera WERRA entsteht als Werks- bzw. Ingenieursentwurf von Rudolf Müller, Werner Broche, Kurt Wagner nach den Regeln des Goldenen Schnittes. Spätere Varianten verändern den Ursprungsentwurf
Ausstellung “Besser leben - schöner wohnen” in Berlin als Beginn einer staatlichen Kampagne zur Weiterentwicklung des nationalen Kulturerbes
Sortimentsbereinigung von Bau- und Möbelbeschlägen durch Wolfgang Dyroff
Entwurfswettbewerb für Glas- und Lederdekore
Gründung der ersten Künstlerischen Produktionsgenossenschaft des Handwerks der Ostsee-Fischerteppich-Heimknüpferei unter Leitung von Rudolf Stundl, die auf vorangegangenen Erfahrungen aufbaut und Motive aus der Volkskunst nutzt
Eine Reihe von Umbenennungen wird sich erforderlich machen, die Regierung jedoch wählt sich kein neues Volk
Die Zeitschrift "BILDENDE KUNST" als Verbands-Zeitschrift des Verbandes der Bildenden Künstler der DDR VBK erscheint und löst die "bildende kunst" von 1947 ab
Aufbau der Formgestaltungs-Ausbildung in Weißensee durch Rudi Högner. Mit Einführung der Abteilung Gerät entsteht in Berlin-Weißensee unter Leitung von Ernst Rudolf Vogenauer der erste reguläre Ausbildungsgang für Industrieformgestaltung; der Übergang zur Massenproduktion ist vollzogen. Die politisch gewünschte gegenläufige Hinwendung von der Industriekultur hin zum Kunsthandwerk kommt in der Umbenennung der Hochschule für angewandte Kunst Berlin in Hochschule für bildende und angewandte Kunst zum Ausdruck 
Ausstellung "SCHÖNES SPIELZEUG" des Instituts für angewandte Kunst (Katalogtitel: Ingeborg Friebel)
Kollektivausstellung der Abteilung Formgebung der Hochschule für bildende Künste Dresden im Grassimuseum Leipzig. Verlegung des Bereiches der angewandten Kunst in Dresden nach Berlin, wo Rudi Högner eine Abteilung Formgestaltung für die technische Industrie aufbauen soll
Gründung der Sektion Gebrauchsgrafik innerhalb des VBK
Die Fachschule für angewandte Kunst Heiligendamm entsteht
Der PGH "Volkskunst an der Ostsee" gehören alle Teppichknüpfer des Kreises Wolgast an. Der Kunsthandwerker Rudolf Stundl wird sie leiten, hatte das Teppichknüpfen aber bereits 1928 an die Ostsee gebracht, um die Not der Fischer lindern zu helfen und so die Tradition des Fischerteppichs begründet
Erste Zusammenarbeit zwischen Reichsbahndirektion Halle und Burg Giebichenstein mit Entwürfen für die kriegszerstörte Empfangshalle des Dessauer Bahnhofes
Unter Leitung von Carl Fieger im Auftrag der Bauakademie erstmalige Erprobung des industriellen Plattenbaus für Wohnhäuser in Berlin-Johannisthal
Der Maler und Theoretiker Lothar Zitzmann wird für das Grundlagenstudium an der Burg Giebichenstein gewonnen, wo er ein Lehrsystem entwickeln wird, das sich im Kern am Bauhaus orientiert, aber die besonderen Aufgaben an der Burg berücksichtigt
Zweite Deutsche Buchkunstausstellung im Grassi-Museum sowie Ausstellung "Schönste Bücher der DDR", bei der 12 von 20 ausgezeichneten Büchern aus dem VEB Offizin Haag-Drugulin unter künstlerischer Leitung von Horst Erich Wolter stammen, darunter der von ihm verfasste Band einer Schriftprobe des Betriebes mit über 200 Werk- und Akzidenzschriften. Dort tritt Wolter für eine Vielfalt der Schriften ein, in der Type als Kulturgut jeder Nation sieht er die Grundlage für die Schönheit des Buches
Friedrich Engemann befasst sich mit der Ausgestaltung des Festsaales der Pädagogischen Hochschule Halle Kröllwitz

 1952 1954