TEMPO 1966

Mit dem System 80 gelingt Wolfgang Dyroff ein Baukasten von Elektroinstallationsgeräten, welcher bei gleicher Funktionsbreite die Anzahl von ehemals 1300 verschiedenen Elementen auf 178 reduziert
Der Wartburg 353, dessen Karosserie von Hans Fleischer sowie Karl Claus Dietel (Innenraum, Front und Heck) und Lutz Rudolph (Heck Wartburg-Tourist) gestaltet wird, kommt ab 1967 auf weite Straßen und entspricht gestalterisch dem internationalen Stand der Entwicklung. Lenkrad und Türgriffe stammen von Erich John, der Walzentachometer von Wolfgang Dyroff. Das gleichzeitig erarbeitete Konzept für den Wartburg 353 Coupe' wird von der VVB-Direktion abgelehnt
Ausstellung "Modernes Porzellan aus Wallendorf" in der Staatlichen Galerie Moritzburg Halle
Wilfried Kühn wird Leiter der Abteilung Künstlerische Gestaltung für Erzeugnisentwicklung im wissenschaftlichen Betrieb Keramik Meißen
Das Plakat von Klaus Wittkugel zeigt die Plakatausstellung 1946-1966 an - täglich außer montags geöffnet an der Akademie der Künste zu Berlin
Horst Giese und Günter Reißmann arbeiten gestalterisch am Entwurf der MZ ETS 250 Trophy Sport (Grafik des Trophy-Schriftzuges: Heinz Schumann)
Die Leuchtenindustrie der DDR wird zum weltweit größten Exporteur für Leuchten
Der Glasgestalter, Fotograf und Zeichner Erich Müller bekommt den Lehrauftrag für Glasgestaltung an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle und wird ihn bis 1975 ausüben
Der ehemalige Rat für Industrieform arbeitet jetzt unter dem DAMW als Rat für Gestaltung
Keramikarbeiten von Margarete Jahny werden bei einem Wettbewerb in Jugoslawien ausgezeichnet
Mit der Wortmarke VERO etabliert sich die Bezeichnung für den VEB Vereinigte Erzgebirgische Spielwarenwerke Olbernhau; Aufbau einer Konstruktionsabteilung
Anita Bach beginnt mit dem Aufbau des Planungs- und Projektierungsbüros für Hochschulbauten, um gestalterische Qualität im Innenausbau zu sichern
3. Ausstellung Kunsthandwerk der DDR auf der iga Erfurt (Katalogtitel: Rolf F. Müller); Walter Funkat organisiert damit eine der ersten zentralen Ausstellungen überhaupt
An der Burg Giebichenstein wird unter Leitung von Rudolf Horn das "Institut für Möbel- und Ausbaugestaltung" gegründet, um den Erfordernissen der Industrie durch eine entsprechende Ausbildung gerecht werden zu können
Ebenfalls durch Rudolf Horn wird der Freischwinger mit Lederpolster entwickelt, den die Potsdamer Firma Röhl für den Export herstellt (Q.: DEWAG Gruppe AKA)
Die Leipziger Kunsthandwerkerin Ilse Decho beginnt an der Burg zu lehren und begründet im Bereich Gefäß das Fach Glasgestaltung
Rudolf Grüttner entwirft das Signet für Radio Berlin International
Das Warnzeichen Waldbrandgefahr von Klaus Hennig im Auftrag des Forstzentrum Markkleeberg wird eine zündende Idee für die ganze Republik
Fritz Kühn stellt Lindenblattportal von polnischer Botschaft und Eingangtüren der Komischen Oper Berlin fertig
Der Wettbewerb "100 beste Plakate", veranstaltet vom VBK und dem Ministerium für Kultur, soll fortan jährlich dem Plakat eine Ausstellungsplattform bieten (Plakat: Max Grüber)
Das Kunstgewerbemuseum im Schloss Köpenick zeigt Arbeiten des Kunstschmiedes, Stahlgestalters und Fotografen Fritz Kühn (Katalog: Werner Schulz)

 1965 1967