TEMPO 1979

Das Stereo-Steuergerät RS 5001 von Lutz Freudenberg aus dem VEB Kombinat robotron Büromaschinenwerk Sömmerda wird 1981 mit der Auszeichnung “Gutes Design” Anerkennung finden
Werkstattausstellung und Symposium des VBKD Sektion Gebrauchsgrafik am Bauhaus Dessau zu Problemen visueller Kommunikation im Stadtbild; Teilnehmer sind u.a.: Axel Bertram, KHB; Jochen Fiedler, HIF; Bruno Flierl, Bauakademie; Rolf Hartmann, FWG (Katalog: K.-H. Bock)
Der Designpreis der DDR und der Förderpreis für junge Designer werden zum ersten Mal vergeben; u.a. an Horst Heyder, Rudi Högner, Horst Michel und Horst Oehlke (f+z)
Martin Kelm bestätigt, dass die hohe Qualität eines Entwurfs auf dem Weg zum Serienprodukt verloren gehen kann
Winfried Klemmt gestaltet die Zahnflankenschleifmaschine TSTZ 06 aus dem VEB Werkzeugmaschinenkombinat Berlin, 1981 mit “Gutes Design” ausgezeichnet
Aus dem SIMSON Suhl kommt als Variante des ursprünglichen S 50-Entwurfs (Dietel/Rudolph) von 1967 die S 51 Enduro
Symposium mit finnischen Fachleuten zur Entwicklung der Wohnqualität unter den Bedingungen industrieller Produktion
AIF und Städtische Museen Karl-Marx-Stadt zeigen die Ausstellung "Schöne Industrieform - Gestalter aus Betrieben des Bezirkes stellen sich vor"  (Plakat: Dieter Netzker)
Rudolf Horn stellt ein Mitnahmemöbel-Programm mit farbig lackierten Teilen vor, das nicht produziert werden wird
Ausstellung "Die Buchillustration in der DDR" des Verbandes Bildender Künstler der DDR Sektion Gebrauchsgrafik in Berlin. Trotz kritisch vermerkter schwieriger drucktechnischer Bedingungen wirbt die große Zahl künstlerischer Handschriften und Techniken für das Kulturgut Buch (Katalog: Schuster/Hegenbarth)
Horst Hartmann verhilft dem REMA RX 80 tonica HiFi zu einem eigenständigen Erscheinungsbild.
Das Grassi Museum des Kunsthandwerks Leipzig würdigt in einer Ausstellung das formgestalterische Werk Horst Michels, welches Fritz Kämpfer im Vorwort des Kataloges beschreibt: "Einfachheit und Sachlichkeit vereinen sich mit der gespannt schwingenden Umrisslinie zur großzügigen Form. Anspruch und Zurückhaltung befinden sich im gleichsam vibrierenden Ausgleich, der dem ästhetischen Erleben Dauer gibt." (Plakat/Katalog: Helmut Simon)
Ausstellung "Retrospektive Kunsthandwerk Formgestaltung" in Berlin
Eröffnung der "Ständigen Bauausstellung" Berlin als Architekturzentrum der DDR
Sachsenring Zwickau (mit weiterer Beteiligung der CSSR) unternahm 1973 nach dem Scheitern des Einheitsfahrzeug-Projektes unter der Bezeichnung P 610 einen letzten Versuch zu einem komplett neuen Fahrzeugkonzept. Der Karosserieentwurf stammt wieder von K. C. Dietel und L. Rudolph und wurde bis 1979 noch einmal verändert. Wegen mangelnder Investitionsmittel scheitert auch diese Entwicklung (Foto: Werksfoto)
Beim Verband der bildenden Künstler wird eine Arbeitsgruppe "Gestalten für Alte und Behinderte" ins Leben gerufen
Dazu richtet das AIF in den folgenden Jahren Seminare zum Thema "Rehabilitation" aus
"Gutes Design" wird für die Spiegelreflex-Kamera Praktica B200 vergeben
Künstlerische Gestaltung des Fußgängerbereiches Str. d. Befreiung Dresden; es werden im Bereich Plastik sowohl historische Zitate als auch abstrakte Formen möglich
Erste Innenstadtsanierung in industrieller Bauweise. Für Bernau entwickelt die Entwurfsgruppe um W. Stallknecht die Wohnungsbaureihe SL 3600, die bis dahin unerreichte Gestaltungsvielfalt erlaubt und durch stark farbige Platten mit weißen Kontrastelementen ästhetische Qualität erzeugt
80 Grafiker leisten mit ca. 2500 Grafiken jährlich ihren Beitrag zur Fernsehunterhaltung. Ab September nutzt das 2. Programm an je einem Wochentag die Arbeiten eines anderen Grafikers zur Einstimmung auf das Programm, welches  donnerstags besondere Freunde hat. Holm Heinke, Volker Pfüller, Erhard Grüttner, Klaus Finger, Ulrich Forchner, Michael de Maiziere und Horst Wendt werden für diese Aufgabe gewonnen (Bsp. aus NW 4/80)
Ulrich Wohlgemuth beginnt mit dem Aufbau der Gruppe Design im SKET und übernimmt dort  bis 1988 deren Leitung
Der Rat der Stadt Halle gibt die Entwicklung von Piktogrammen für das Orientierungssystem der Stadt bei Elisabeth Graul, Hannelore Heise und Liane Kotulla in Auftrag

 1978 1980