TEMPO 1977

Der Grafiker Dietrich Otte entwirft das Signet GUTES DESIGN für die ab 1978 vergebene Produktauszeichnung, dem eine konstruktive Plastik von Hermann Glöckner zugrunde liegt
Arbeitsumweltgestaltung wird unter Leitung von Dieter Franz eigenständige Fachrichtung an der Hallenser Hochschule für industrielle Formgestaltung
Verkleidungen von Werkzeugmaschinen werden zu Funktionsteilen, Wandel von der umbauten Baugruppe zur umbauten Maschine
Der VEB Produkt- und Umweltgestaltung Dresden (Signet Wolff-U. Weder) wird gegründet, um interdisziplinäres Arbeiten zu ermöglichen
Internationale Buchkunst-Ausstellung Leipzig mit dem 1971 eingeführten Plakatmotiv von Gert Wunderlich als Werbekonstante sowie der "figura2"-Grafikschau und der Sonderausstellung "Fibeln", die sich internationalen Lesebüchern widmet
Das Kulturhistorische Museum Magdeburg zeigt die Ausstellung "Gebrauchsgrafik" (Plakat: K.-H. Arlt)
Ausstellung Formgestaltung Kunsthandwerk Plakate in Leipzig (Plakat: Jochen Fiedler)
Lothar Kühne führt den Begriff der “Behutsamkeit” als ein zum Wegwerfen gegensätzliches Verhalten ein
Jürgen Raudis gestaltet ein neues Sortiment von Schreibgeräten für den VEB Schreibgeräte markant; u.a. das Tuschezeichengerät lin’s 9 plus aus dem VEB Schreibgerätewerk Heiko Wernigerode
Bis 1980 umfassendes Projekt zur Ausstattung einer Körperbehindertenschule in Berlin; insbesondere mit Gestaltung von Spielgeräten
Alfred Schott ist Gestalter der Offset-Druckmaschine Planeta Variant aus dem VEB Polygraph Planeta Radebeul, 1978 mit der Auszeichnung GUTES DESIGN versehen
Das Strahlersortiment LHM 78 von Peter Beyer, Andreas Kuhnhardt, Klaus Loewe, Peter Posselt und Hans-Jürgen Weiß erhält GUTES DESIGN und wird bei VEB NARVA Leuchtenbau Leipzig hergestellt
GUTES DESIGN bekommt 1980 das Tafelgeschirr IRIS von Jutta Schulz aus dem VEB Henneberg-Porzellan Ilmenau zuerkannt
Bärbel Thoelke zeichnet verantwortlich für den neuen feuerfesten Geschirrsatz CORDOflam 77
Das Reporter- bzw. Diktiergerät MIRA aus dem VEB Elektronik Gera kommt erstmals zum Einsatz
Für die Neugestaltung der Verkehrszeichen werden von Klaus Wittkugel die Piktogramme erarbeitet
Die Kunsthochschule Weißensee beteiligt sich mit Entwürfen für Schutzkleidung, Tragen und Vielfachwerkzeugen zur Katastrophenhilfe am internationalen Wettbewerb "Design for Disaster Relief" des ICSID
Das Informationsmaterial zur VIII. Kunstausstellung der DDR in Dresden zeigt für den Bereich der Angewandten Kunst auch Beiträge der Formgestalter. Signet und Plakat erarbeitete Axel Bertram, die vorzügliche Ausstellungsgestaltung oblag Karl Thewalt, Dietrich Dorfstecher und Günter Gnauck. Es wird die bis dahin komplexeste Kunstausstellung der DDR werden, die der angewandten Kunst erstmals eigene Ausstellungshallen vorbehält. Besondere Anerkennung findet die Kollektivarbeit von Künstlern und Gestaltern für die Einrichtung einer Kinderkombination Karl-Marx-Stadt
Das Kombinat Spielwaren Sonneberg tritt mit neuem Signet auf, gestaltet wird es von H. Reinhard Martin
Seminar der Arbeitsgruppe Architektur und Bildende Kunst des VBK und BDA der DDR in Karl-Marx-Stadt zum Thema "Licht in der Stadt", das deutlichen Aufholbedarf im Vergleich zu internationalen Lichtkonzepten konstatiert, statt Dekoration oder Vortäuschung von Leben sinnvolle Lichtwerbung anmahnt,auffordert zu Gestaltung räumlicher Stadtstruktur mit Licht.
Vorgestellt werden Beleuchtungskonzeptionen in Berlin (z. B. Gestaltung der Hochmasten am Palast der Republik durch die Formgestalter Linke, Stützner) und Dresden (Konzeption Str. der Befreiung durch die Grafiker Günter Seibt, Jürgen Schulze) sowie Probleme der Langlebigkeit bei Leuchtwerbung

 1976 1978